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Cha-Cha-Cha – Verträumt und heiter

Der Tanz Cha-Cha-Cha erfordert zugleich Ruhe und ein gewisses Mass an Heiterkeit. Eine Aufforderung zum Cha-Cha-Cha bedeutet tänzerische Bewegung zu verträumter und zugleich heiterer musikalischer Begleitung. Die Tanzpartner bewegen sich mit- und umeinander; sie bilden geschlossene Figuren und öffnen diese wieder. Verbunden ist der Tanz mit den Songs so bekannter Weltstars wie Shirley Bassey, Tom Jones oder Michael Buble.

Erfinder dieses lateinamerikanischen Tanzes ist der Kubaner Enrique Jorrin. Er kreierte Ende der 40er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts die grundlegenden Schrittfolgen des Cha-Cha-Cha. Dabei orientierte sich dieser kubanische Komponist, Violinist und Leiter des Orchester Orquesta América an dem Tanz Clave. Eine weitere wichtige Rezeptionslinie für die Entstehung des Cha-Cha-Cha war der auf Haiti entstandene und von der schwarzen Bevölkerung getanzte Danzón. Auf diese Weise wurde das Rhythmusschema afrikanischer Musik in den Cha-Cha-Cha integriert. Weiterhin flossen sogar gesangliche Elemente in den neuen Tanz ein. Davon ausgehend war der Cha-Cha-Cha zunächst unter dem Namen Neodanzón bekannt geworden. Dies bedeutet aus der spanischen Übersetzung soviel wie neuer Danzón. Die Umbenennung des Neodanzón in Cha-Cha-Cha erfolgte, nachdem der Tanzstil um einen schnellen Wechselschritt erweitert wurde. Enrique Jorrin selbst war es, der die Tanzbezeichnung Cha-Cha-Cha prägte. Dabei liess er sich von den besonderen Geräuschen inspirieren, welche die neuen schnellen Tanzschritte auf dem Tanzparkett verursachten. Bald floss auch das Cha-Cha-Cha als Gesangseinlage in Jorrins weltbekannte Kompositionen zum Cha-Cha-Cha ein.

Hinsichtlich der Schrittfolgen ist der Cha-Cha-Cha der Rumba und Salsa ähnlich. Es wird im 4/4 Takt getanzt, was ungewöhnlich für die den 3/4 Takt favorisierende kubanische Musik ist. Der Tanz Cha-Cha-Cha zählt zum Welttanzprogramm. Er wird nach einer Musik bei ca. dreissig Takten in der Minute getanzt.

Cha-Cha-Cha zu tanzen, das erfordert Temperament und rasche Bewegungen, wobei abwechseln zwei Schritte normal und drei Schritte in schnellem Tempo zu setzen sind. Bekanntester Schritt ist wohl der Check-Schritt. Er besteht aus teilweise vorwärts und rückwärts zu tanzenden Bewegungsabläufen. Ergänzend dazu führen die Tanzenden Hüftbewegungen aus. Diese sollen temperamentvoll gestaltet werden. Dass der Cha-Cha-Cha als stationärer Tanz bezeichnet wird ist darauf zurückführbar, dass Hüftbewegungen und Schritte aufeinander abzustimmen sind. Dadurch entsteht der (nicht zutreffende) Eindruck, dass sich die Tanzenden insgesamt recht wenig bewegen.

Es ist erstaunlich, wie rasch der Cha-Cha-Cha weltweite Verbreitung fand. Er war und ist ein Modetanz, welcher von Kuba ausgehend, zuerst in Mexiko und in den USA getanzt wurde. Bereits Mitte der 1950er Jahre tanzte man auch in Deutschland Cha-Cha-Cha. Damit etablierte sich eine tänzerische Gegenströmung zum Swing und Rock´n Roll.

Die Musik des Cha-Cha-Cha erfuhr seit ihrer Entstehung und der internationalen Verbreitung, u.a. wurde sie im New Yorker Palladium gespielt, zahlreiche Modifikationen. Die ersten Cha-Cha-Cha Musiken wurden noch mit Klavier, Flöte, Perkussion, Bass und Cuerdas dargeboten. Bald erfolgte eine Erweiterung der klassischen Besetzung durch Blasinstrumente. Insbesondere den Weltmeistern im Lateinamerikanischen Tanz Walter Laird und Lorraine Reynolds ist die Entwicklung der tänzerischen Stilistik des Cha-Cha-Cha zu danken. Sie sind zudem Autoren ent