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Choreografie – Lehre von der kreativen Formensprache des Tanzes

Tanzschrift – das ist der Bedeutungsinhalt von Choreografie, einer wichtigen Tätigkeit im Zusammenhang beim Tanz. Indem die Schrittfolgen des Tanzens kreiert werden, der Ausdruck in Mimik und Gestik der Tänzer Festlegung findet, selbst das Tanzkostüm dabei einbezogen ist, entsteht eine individuelle Interpretation auf die Musik, die Choreografie.

Schöpfer der Choreografie ist der Choreograf. Seinen Impulsen, Ideen und Inszenierungen entspringt die choreografische Konzeption des Tanzes.

In der Antike war die Choreografie die Notation der Bewegungen des Chores im Griechischen Drama. Erst später wurde unter diesem Begriff die Aufzeichnung von Tanzbewegungen bekannt. Noch im achtzehnten Jahrhundert verstand man ''chorégraphe'' als abwertend. Es galt als anstössig, Tanzschrittfolgen aufzuzeichnen. Selbst bei Ballettstücken wurde das getanzte Repertoire nicht schriftlich fixiert. Der Tanzmeister ordnete den Tänzern die zu tanzenden Schrittfolgen individuell zu. In dieser Weise entstanden auch weltberühmte klassische Ballette des neunzehnten Jahrhunderts. Genannt seien beispielsweise ''Schwanensee'' oder ''Der Nussknacker''. Dabei arbeiteten der Komponist Michail Tschaikowsky sowie der Choreograf Marius Petipa zusammen. Erst um Neunzehnhundert wurde der freie Bühnentanz begründet. Dessen Bewegungen stehen losgelöst vom Gesellschaftstanz, weil nun die abstrakte, reine Form favorisiert wird. Ein konkreter Inhalt war für diesen Tanz nicht erforderlich, wohl aber eine durchdachte choreografische Konzeption. Diese Diversifikation der Tanzstile brachte eine Überschneidung der begrifflichen Inhalte von Tanznotation und Tanzchoreografie mit sich. Die schriftlic