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Discofox – Ausdruck des ''Saturday Night Fevers''

Schillernd-glänzende Planetenkugeln an der Decke, vielfarbig blinkende Partylampen, Solotanzpodeste und ein unverwechselbarer Sound – das sind wohl die wichtigsten Zutaten der beginnenden Discofoxzeit. Natürlich drücken auch die mit dieser Zeit verbundenen Tanzbewegungen den Drang nach Freiheit und die Suche nach der neuen Kultur aus.

Der erst Anfang der siebziger Jahres des zwanzigsten Jahrhunderts in Europa entstandene Partytanz Discofox hat bis heute zahllose begeisterte Fans gefunden. Mit Recht zählt er zu den beliebtesten Tänzen weltweit. Der Ursprung dieser Tanzbewegungen ist in der Etablierung neuer Tanz- und Partyräume zu sehen, welche heute als Discotheken bekannt sind. Mit der Entstehung und Verbreitung dieser neuen Tanzveranstaltung (Disco) einher ging auch die Suche nach interessanten und abwechslungsreichen Tanzbewegungen. Freie Tanzimprovisationen folgten. Der amerikanische Kino-Kultfilm ''Saturday Night Fever'' mit John Travolta und Olivia Newton Jones in den Hauptrollen, ist sicherlich ein wichtiger medialer Ausdruck dieser neuen progressiven Tanzkultur.

Alle Tanzbewegungen des Discofox erfolgen bei ca. dreissig Takten pro Minute im 4/4 Takt. Der Discofox ist insofern keine Neuschöpfung, da er zahlreiche Bewegungen aus anderen Tänzen verbindet. Er enthält keine spezifisch eigenen technischen Elemente, sondern der Discofox integriert Bewegungselemente anderer Tanzformen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang das Schrittmuster des Foxtrott, die Technik des Drehens der lateinamerikanischen Tänze, die Improvisation des Swing, die Figuren der Salsa, des Cha-Cha-Cha und des Mambo sowie die in Rock ’n’ Roll und Boogie Woogie eingebundene Akrobatik.

Da die hauptsächliche Orientierung der Discotänzer auf den Foxtrott gerichtet war, fand der neue Partytanz in ''Discofox'' eine treffliche Bezeichnung. Gleichzeitig entstand im Rahmen der sogenannten ''Disco-Welle'' in den Staaten der als Hustle (oder Hussle) bekannte äquivalente Partytanz. Bereits im Jahre 1979 – und damit wenige Jahre nach seiner Entstehung – ist der Discofox in das Welttanzprogramm aufgenommen worden. Schon zum Abschluss der 1980er Jahren trug man erste Discofox-Tanzturniere in der Schweiz aus. Hier wurde die Bezeichnung ''Disco Swing'' für den Discofox geprägt. Im schweizerischen Basel fand 1992 auch die erste Discofox-Weltmeisterschaft in Regie der International Dance Organization statt. Die zweite Weltmeisterschaft folgte im amerikanischen Miami. Gegenwärtig werden Europa- und Weltmeisterschaften im Discofox im jährlichen Turnus durchgeführt. Bislang ist die Schweiz weltweit die erfolgreichste Discofox-Nation. Tänzer aus der Schweiz errangen fast alle Europa- und Weltmeistertitel der letzten Jahre. Dies ist auf die aktive Disco Swing-Tanzszene zurückführbar denn in zahlreichen Lokalen kann Discofox nahezu täglich getanzt werden. Ständig erfinden die Tanzenden neue Figuren, Stilrichtungen und Schrittfolgen. Damit wird der Discofox ständig neu belebt.

Die Grundform des Discofox ist der Dreier-Schritt, d.h. auf drei Schläge fallen drei Schritte, welche in einem ''Stampf''-Rhythmus ausgeführt werden.Der Hustle basiert hingegen auf einem Vierer-Schritt. Die Popularität des Discofox liegt nicht nur an der Einfachheit der Bewegungen, sondern auch an der mitreissenden Musik, die vielen Menschen gefällt. Darüber hinaus besteht beim Tanzen auf Discofox viel Raum für individuelle Improvisation. Stilfehler müssen von den Tanzenden kaum befürchtet werden. Ein hohes Vergnügungspotential bleibt bei dieser Tanzbewegung garantiert.