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Foxtrot – Prickelnder Champagner unter den Tänzen

Er ist mit den typischen geschmeidig-eleganten Bewegungen sicherlich eine Hommage an die Bewegungen eines Fuchses, der Foxtrot - oder ''Fuchsgang'' in der deutschen Übersetzung. Darüber hinaus wird der besondere Name des Tanzes Foxtrot in einem zweiten Interpretationsansatz auf Aktivitäten des Schauspielers Harry Fox zurückgeführt. Er hatte in seinem Varieté ''Harry Fox and the Zigfeld Follies'' den Foxtrot durch die Verbindung der Tanzschritte von Onestep und Castle Walk kreiert und anschliessend einem begeisterten Publikum erstmals präsentiert.

Als gesicherter Befund gilt, dass der Foxtrot um 1910 in den Vereinigten Staaten entstanden ist. Mit seinen typischen Schritten, welche auch Elemente des Tagtime, des One- und Twostep enthalten, zählt der Foxtrot heute zu den bekanntesten Gesellschaftstänzen, ohne jedoch ein Turniertanz zu sein.

Der Foxtrot ist Bestandteil des Welttanzprogramms. Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges ist der Foxtrot in Europa bekannt. Dieser Tanz verlangt die paarweise Ausführung auf der Tanzfläche. Seine stilistische Prägung wird durch variierende Geh- und Schreitschritte erreicht. Um 1920 wurden diese Schrittfolgen erstmals während eines internationalen Tanzmeetings in England definiert.

In Abhängigkeit von der Ausführung der Schritte auf dem Tanzparkett wird eine schnellere Version und eine langsame Variante des Foxtrots unterschieden. Für diese Modifikationen sind auch eigene Tanzbezeichnungen geprägt worden. Der schnelle Foxtrott wurde anfangs in Reminiszenz als ''Quicktime Foxtrott und Charleston'' bezeichnet. Später verwandte man für diese Ausführungsform des Foxtrots nur noch die gekürzte Bezeichnung. Es etablierte sich der Name Quickstep, was in deutscher Sprache soviel wie ''schneller Schritt'' bedeutet.

Der Quickstep ist ein heiterer, ja sogar fröhlicher Tanz, angereichert mit kleinen rhythmisch recht hoch ausgeführten Hüpfschritten. Dies gilt als Repräsentation von Sorglosigkeit und Lebensfreude. Um das Spritzige und Heitere des Quicksteps hervorzuheben, wird dieser Tanz als ''Champagner unter den Tänzen'' bezeichnet. In gewisser Weise ist der Quickstep dem Langsamen Walzers stilistisch nahe, vor allem hinsichtlich des abwechselnden Hebens und Senkens des Körpers. Während der Quickstep über einen Taktschlag getanzt wird, bezeichnet man den langsamen Foxtrot allgemein als Slowfox (d.h. in wörtlicher Übersetzung ''langsamer Fuchs''.) Der Schritt beim Slowfox hat eine Dauer von zwei Taktschlägen.

Die technische Umsetzung des Foxtrots auf der Tanzfläche erfolgen mittels Wiegeschritt-Drehung, gelaufene Drehung, Lockstepp und Promenade. Dies führte dazu, dass der Foxtrot als ein relativ einfach zu erlernender Tanz betrachtet wird. Schwierige Figuren sind beim Foxtrot nicht vorgesehen; die Schritte setzt man normal. Besonderheiten hinsichtlich der Körperhaltungen beim Foxtrot gibt es nicht, ebenso keine spektakulären Posen. Im Gegensatz dazu sollten Quickstep und Slowfox bewertet werden. Deren Anforderungen an das tänzerische Vermögen sind doch etwas höher als beim Foxtrot einzuschätzen. Charakteristisch für den Foxtrot ist die auf- und abwärtsgewandte Hüpfbewegung. Diese spezielle Bewegungsform wird bei professioneller Ausführung insbesondere auch im Hals-Kopfbereich der Tanzenden erkennbar. Einzige Ausnahme bildet diesbezüglich der Seitenschritt, bei welchem keine solche Hüftbewegung des Kopfes Umsetzung findet.

Die weltweite Popularität des Foxtrots ist nicht nur seiner einfachen Erlernbarkeit zu verdanken, sondern auch der musikalischen Umrahmung. Den musikalischen Rahmen eines Foxtrots bildet der 4/4 Takt; damit 34 bis 42 Takte je Minute. Weltstars wie Boby Darin, Alma Cogan oder Schouts Klein prägten das musikalische Erleben beim Foxtrot-Tanzen. Darüber hinaus lässt sich Foxtrott gut auf Pop und Hip-Hop tanzen.