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Gesellschaftstanz – Universum tänzerischer Ausdrucksmöglichkeiten

Die unter dem Begriff Tanz zusammengefassten Bewegungsfolgen sind schier unüberschaubar. Bei dem Versuch, die verschiedenen Tanzformen zu unterscheiden, stösst man daher rasch an eine Grenze, sofern nicht genaue Unterscheidungskriterien wie regionale Verbreitung, Anzahl der Ausführenden, besondere Figuren etc. festgelegt werden. Verbreitet hat sich die Ordnung der Tänze nach dem gesellschaftlichen Anlass oder Zweck des Tanzes.

So unterscheidet man Volkstänze, welche zum volkstümlichen Brauchtum gehören, rituelle Tänze mit religiösem Hintergrund und Gesellschaftstänze, die zu geselligen Anlässen dargeboten werden. Aus dem Blickwinkel des Zwecks werden Showtanz, der zur Unterhalten dient, der zur Partnerwerbung erfolgende Werbetanz sowie der im Wettbewerb getanzte Turniertanz unterschieden. Möchte man die Tänze nach der Form ihrer Ausführung gliedern, so können beispielsweise Kreistanz, Reihentanz oder Formationstanz genannt werden.

Entsprechend der allgemeinen gesellschaftlichen Normen und Gepflogenheiten zählt die Beherrschung von Grundkenntnissen und –fähigkeiten hinsichtlich der Ausführung der Gesellschaftstänze zur Allgemeinbildung. Bei zahlreichen Anlässen, genannt werden können Familiefeiern, Firmenjubiläen, Partys etc. wird die Möglichkeit zum Gesellschaftstanz geschaffen und gern genutzt. Das gilt inzwischen auch für Menschen mit Handycap. Ihre Rollstuhltänze sind ebenfalls Bestandteil des Gesellschaftstanzes.

Zur Ausführung gelangen vor allem diejenigen Gesellschaftstänze, welche im internationalen Zusammenhang anerkannt und weltweit verbreitet sind. Dazu zählen ältere Gesellschaftstänze mit historischer Tradition wie beispielweise der Walzer oder der Foxtrott, aber auch modernere Tanzversionen wie der Discofox. Kennzeichen eines solch anerkannten, weltweit verbreiteten Gesellschaftstanzes ist dessen Einordnung in das sogenannte ''Welttanzprogramm''. Bestandteil des Welttanzprogramms sind aber auch ausgewählte lateinamerikanische Tänze ohne nennenswerte historische Tradition. Diese Tänze, wie z.B. Merengue, Salsa oder Tango, erfreuen sich internationaler Beliebtheit.

Ferner durchliefen die aus der Jazzbewegung der Vereinigten Staaten resultierenden Tänze Rock’n Roll und Swing eine weltweite Verbreitung. Daher werden auch sie aufgrund ihrer großen Anziehungskraft zu den Gesellschaftstänzen gezählt.

Eine hervorhebenswerte Fazette im Bereich des Gesellschaftstanzes sind die Modetänze. Obwohl im Gegensatz zu den anderen Gesellschaftstänzen zumeist nur in einer relativ kurzen Zeitspanne getanzt, zählen sie aufgrund ihrer überregionalen Verbreitung und des mit ihnen verbundenen Hipe zu den Gesellschaftstänzen – auch wenn der jeweilige Modetanz oft auf ein fest vorgegebenes Musikstück getanzt wird. Beispielhaft sei hier der Lambada genannt. Auch die sogenannten Partytänze sind in die Gruppe der Gesellschaftstänze einzuordnen. Ihr Hauptmerkmal ist die verbindliche Choreografie, so dass alle Bewegungsabläufe standardisiert erscheinen. Zumeist erfolgt dies auf ein vorgegebenes Musikstück. Der Time Warp, der Rocky ond sowie der Memphis gelten allgemein als gute Beispiele für den Partytanz.

Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass mit der Entstehung des Gesellschaftstanzes um Vierzehnhundert eine Splitterung der Tanzformen stattfand. Neben den völkischen Tänzen wurden die Gruppe stilisierter, der höfischen Etikette unterliegender Tänze entwickelt.

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