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Mambo – Sinnlichkeit und getanztes Feuer der Karibik

Mambo ist zugleich Tanzstil und Musikform. Er weist ein recht schnelles Tempo auf. Entstanden während der dreissiger und vierziger Jahre auf der Insel Cuba, wurde der Mambo besonders in den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts durch den Sound der Big Bands weltberühmt. Diese Musik verknüpft vor allem die Musikstimmen von Trompete mit Bass, Conga und Trommel. Erstmals trat die Bezeichnung Mambo im Jahre 1931 auf in einem Werk des Komponisten Oreste López. Das Wort Mambo geht auf den von der kreolischen Bevölkerung Cubas geprägten Bedeutungsinhalt ''religiöses Gespräch'' zurück. Synonym stand Mambo auch für ein ''Gebet'' oder ein ''heiliges Ritual''.

Mambo, verstanden als Tanzmusik, ist eng mit den Namen der Interpretin Desi Arnaz verbunden, aber auch mit dem Engagement des deutschen Sängers Lou Bega. Er landete mit ''Mambo No. 5'' einen Welthit, welcher sich nicht nur in Deutschland wochenlang in den Charts halten konnte. Ein Revival des Mambo verursachte der Film ''Dirty Dancing'', insbesondere des Lied ''(I've Had) The Time Of My Life'' von Jennifer Warnes und Bill Medley. Das ungewöhnliche Wiederaufleben der besonderen Klänge des Mambo dürfte auch die Hollywood-Produzenten der Sciencefiction-Serie ''Raumschiff Enterpreis'' inspiriert haben. Schliesslich ist Captain Jean Luce Picard ein begeisterter Mambo-Tänzer.

Während der Mambo als Tanz traditionell geprägte Tanzbewegungen von Danzón und Son verbindet, gilt Dámaso Pérez Prado als Schöpfer der Mambomusik. Darin verband der Musiker die Rhythmen von Montuno und Ritmo-Nuevo. Ferner ist der Mambo mit der Salsa in der Weise verbunden, dass die Salsa in musikalischer wie tänzerischer Hinsicht eine Modifikation des Mambotanzes darstellt. Mambo zu tanzen, das tut man im 4/4 Takt bei durchschnittlich 45 Takten je Minute. Typisch für die tänzerischen Bewegungen beim Mambo sind Gewichtsverlagerungen mit gleichzeitigem Einknicken eines Knies. Das löst die typischen Hüftbewegungen aus. Die Schritte beim Mambo werden klein und in rascher Folge umgesetzt. Spezifisch sind auch viele Tanzfiguren. Beispielhaft seien Natural Top, Cross Body Lead oder Scallop genannt.

Gerade die Aufnahme des Jazz-Rhythmus verlieh dem Mambo eine besondere Akzentuierung, welche von den Freunden dieser Musik hoch geschätzt wird. Dass es überhaupt zur Integration des amerikanischen Jazz in den ursprünglichen Mambo kommen konnte, ist mit der Emigrationsbewegung während des II. Weltkrieges zu erklären. Auswanderungswillige Cubaner siedelten sich in den Staaten an. Parallel dazu erschloss die kreolische Bevölkerung der Südstaaten die verbesserten Einkommensmöglichkeiten in den grossen amerikanischen Metropolen. Eine Vorreiterrolle spielte in diesem Zusammenhang New York. Hier wiederum ist einer der Tanzclubs besonders hervorzuheben - das Palladium, gelegen in der Musik- und Theaterzone; Ecke Broadway. Bis zum Einzug der Ausschanklizenz für Spirituosen Mitte der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts bot die riesige Tanzfläche des Palladiums mehr als eintausend Paaren Raum. Insbesondere durch den Vortrag afrokubanischer Rhythmen - vor allem Mambo und Cha-Cha-Cha – erlangte dieser legendäre Tanztempel New Yorks weltweite Bekanntheit. Ein Restaurant an gleicher Stelle erinnert heute an diese Zeiten. Bereits während der fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Mambo auch in Europa gespielt und getanzt. Auslöser der Mambo-Welle war Pérez Prado mit dem Kulttitel ''Rio Mambo''. Da der Mambo jedoch in musikalischer Hinsicht komplexe Anforderungen stellt, verblasste der Mambo-Hipe der Fünfziger recht schnell. Neue Stile in Musik und Tanz setzten sich durch, beispielsweise die Rumba sowie der Cha-Cha-Cha.

Hinsichtlich der Rezeption des Mambo erscheint es interessant zu wissen, dass dieser Tanz nicht Bestandteil des Welttanzprogramms ist. Er wird auch in Tanzschulen kaum gelehrt. Vielmehr wird die Publizität dieses Tanzes gelegentlich genutzt, um die verwandte Form des Mambo - die Salsa - zu unterrichten.