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Quadrille – Gesellschaftliche Repräsentation via Tanzprozession

Es gehört zur kulturellen Tradition zahlreicher grosser Bälle wie dem Opernball in Wien, dem Semperopernball in Dresden oder dem Munotball in Schaffhausen, alle anwesenden Tanzpaare um Mitternacht (oder auch in frühmorgenlicher Frühe) zum Tanzen der Quadrille aufzufordern. Dabei bilden Tänzer und Tänzerinnen jeweils Paare und insgesamt eine Massenformation. Sie tanzen dann zumeist nach der Fledermaus-Quadrille, einer Musik von Johann Strauß (Sohn), oder zu entsprechenden Melodien des Komponisten Jaques Offenbach. Damit zählt die Quadrille zu den Gesellschaftstänzen.

In der heute bekannten Tanzform ist die Quadrille im Jahre 1816 im Vereinigten Königreich eingeführt worden. Lediglich vier Jahre später gelangte die Quadrille nach Deutschland. Die Quadrille war fester Bestandteil klassischer Tanzkurse. Ihre Funktion lag hauptsächlich in der Unterhaltung und Ritualisierung feierlich-repräsentativer gesellschaftlicher Anlässe. In ihrer historischen Entwicklung geht die Quadrille auf wesentlich ältere Tanzformen zurück. In diesem Zusammenhang ist erstens auf den französischen Kontratanz zur Zeit Napoleons I. hinzuweisen. Dieser Tanz führte später zur Entstehung des Cancan und war durch einen recht wilden Bewegungsreichtum geprägt.

Hinsichtlich der Formierung, bei welcher sich die Tänzer paarweise gegenüberstehen, geht die Quadrille auf den jahrhundertealten englischen Kontratanz zurück. Dabei wurden von Tanzpaaren synchrone Tanzbewegungen zu liedhaften Melodien ausgeführt. Eine erste Sammlung von neunhundert englischen Kontratänzen ist von John Playford bereits um das Jahr 1650 vorgelegt worden. Der bezeichnende Titel dieses Werkes lautete ''The Englis