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Salsa – Tanzmomente im Flair der Karibik

Inseln unter dem Wind, ein herrlich warmes Klima, tropische Nächte am türkisblauen Meer und die Farbenwelt der Karibik, das ist das richtige Ambiente für Salsatänzer. Dieser lateinamerikanische Tanz im 4/4 Takt erfreut sich auch in Europa größter Beliebtheit. Aus stilistischem Blickwinkel ist die Salsa besonders interessant. Sie stellt eine Verbindung afrokaribischer und europäischer Tanzweisen dar, welche u.a. an den englischen Gruppentanz Contredanse erinnern. Die Tanzhaltung bei der Salsa ist ähnlich dem der Gesellschaftstänze, d.h. die Hand der Frau ruht auf der Schulter des Mannes, der wiederum umfasst die Hüfte der Frau. Die freien Hände der Tanzenden treffen sich in der Luft.

Nachdem die Kolonialisten aus Spanien und Frankreich ihre kulturellen Traditionen in die neue Welt mitbrachten, wurden auch europäische Gruppentänze in der Karibik rezipiert. In diesem Prozess spielte die heute in die Dominikanische Republik und Haiti geteilte Insel Hispaniola eine besondere Rolle. Die Gitarrenmusik der Farmer vermischte sich mit den Tänzen und dem Stampfen zu den Trommelrhythmen der schwarzen Bevölkerung. Das galt ebenso für Kuba. Darüber hinaus hatte die Musik im Takt der Trommler religiöse Bezüge und orientierte als Werbetanz auf die Eroberung der Frau. Ebenso unterstütze das Verständnis der Afrikaner vom Tanz als gemeinschaftliche Aktivität die Akzeptanz des Salsa im gesamten karibischen Raum.

Eine Besonderheit der Salsa liegt darin, dass diesem Tanz ein einheitlicher Grundschritt fehlt. Weit verbreitet ist allerdings der sogenannte Vorwärts-Rückwärts-Schritt, welcher sich über zwei Musiktakte erstreckt. Der Verzicht auf starre Schrittnormierungen beim Salsa ist zumeist auf dem lateinamerikanischen Festland üblich. Hier tanzen die Partner offen in seitlichen Laterals, d.h. im gekreuzten Rückschritt. Gelegentlich wird der Cross body lead ausgeführt. Dabei handelt es sich um eine Basisdrehung des Körpers. Ferner können regionale Ausführungsformen der Salsa sogenannte Shines enthalten. Sie dienen der Inszenierung des Tanzerlebens durch eingebaute Soloelemente. Auf der Grundlage der Shines wurde die Salsa Aerobic entwickelt. Darunter werden tänzerische Bewegungsfolgen verstanden, welche eine akrobatische Ausführung verlangen, so wie vom Break Dance oder der Aerobic bekannt.

Vor dem Hintergrund fehlender normierter Tanzschritte bildete sich ein Spektrum von Salsastilen heraus, welche solo, als Gruppe oder als Paar getanzt werden können. In den USA entstand der New York Style, welcher von kubanischen und puerto-ricanischen Elementen beeinflusst ist. Korrespondierend dazu wurde in den Vereinigten Staaten während der 1980er Jahre der L.A.-Style entwickelt. In Lateinamerika verbreitete sich die Salsa auch unter der Bezeichnung Cumbia Style. Darüber hinaus werden stilistischen Variationen der Salsa als Mambo Style, Rueda de Casino oder Cuban Style getanzt.

Im Jahre 2001 ist vor dem Hintergrund des Fazettenreichtums der Salsa die World Salsa Federation gegründet worden. Diese Vereinigung lobt jährlich einen Tanzwettbewerb zur Auszeichnung der besten Salsatänzer in den verschiedenen Stilen aus. Darüber hinaus werden Festivals rund um den Salsatanz weltweit gestaltet. In Form von Seminaren vermitteln bekannte Salsa-Lehrer ihr Wissen an die Teilnehmenden. Während der abendlichen Saaltanz-Partys besteht dann Gelegenheit, das Erlernte anzuwenden. Zu den renommiertesten Salsakongressen der Welt zählt der West Coast Sals Congress von Albert Torres, die Salsa-Veranstaltungen der International Dance Organisation sowie das Salsafest Switzerland. In der Glitzerwelt der Glücksritter Las Vegas wurde im Jahre 2005 die erste Salsa-Weltmeisterschaft durchgeführt.