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Tanzmusik - Äquivalent getanzter Bewegung

Der Tanz und seine Musik ergänzen einander in geradezu untrennbarer Weise. Der Rhythmus der Musik ist das verbindende Element dieses Bundes. Das ist deshalb der Fall, weil der moderne Gesellschaftstanz tänzerische Bewegungen mit spezifischen Grundrhythmen verknüpft.

Der Begriff Tanzmusik selbst steht als Oberbezeichnung für jene Tonfolgen, zu welchen man tänzerische Bewegung ausüben kann. Tanzmusik steht heute gleichbedeutend mit Gesellschaftstanz und seiner Gliederung in lateinamerikanischen Tanz und den Standardtanz. Es ist auch eine Bezeichnung für die Mode- und Partytänze mit zeitweise hoher Popularität des zwanzigsten Jahrhunderts. Moderne Musikrichtungen wie Hip Hop, Techno, House u.a. werden in der Regel nicht unter dem Begriff Tanzmusik subsummiert.

In der Regel wird Tanzmusik speziell für einen bestimmten Tanz komponiert. Dabei spielen Vorlieben sowie der Stand der kulturellen Entwicklungen der Gesellschaft eine entscheidende Rolle.

Recht selten bildet die Tanzmusik den Rahmen für komplexere Tanzmuster und damit Umsetzung in Form variierender Tanzschrittfolgen. Als Beispiel dafür können rituelle Tänze genannt werden. Von Naturvölkern praktiziert, gilt ihre Zielsetzung der Ansprache des Göttlichen und dem Transport von Botschaften. Häufig gelangen dabei Trommeln zum Einsatz.

Im modernen Tanz hat sich hingegen die Wiederholung einer festgelegten Abfolge von Tanzschritten zu einem gleichartigen musikalischen Tempo durchgesetzt. Dabei handelt es sich um das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses, welcher im vierzehnten Jahrhundert am französischen Hof seinen Ausgangspunkt nahm. Mit der Koppelung standardmässiger Musik und gleichmässig wiederholter Tanzschritte fand man eine Form zur Unterstreichung der höfischen Etikette. Aus dieser Entwicklung heraus wird Tanzmusik heute über die gesamte Dauer eines Stücks im selben Tempo gespielt.

Üblich ist es auch, dass die Tanzenden durch ihre Bewegungen interessante und individuelle Interpretationen zur Musik bieten. Dabei wird eine Wirkungsabsicht verfolgt, je nachdem ob Melodie und Takt der Tanzmusik Schrittfolgen voller Lebendigkeit, Nähe oder etwa Ausgelassenheit erfordern.

Eine Ausnahme bildet in diesem Zusammenhang der Ausdruckstanz. Bei dieser Form des Tanzens wird kein musikalischer Rahmen gesetzt.

Was unter der Bezeichnung Tanzmusik gefasst werden darf, das ist abhängig vom zeitgeschichtlichen Horizont. Was früher aus tanzstilistisch und aus musikalischem Blickwinkel als ''primitiv'' oder ''nervös'' missachtet wurde, das gilt heute als anerkannt und wird sehr geschätzt. So bestimmen die verschiedensten ethnischen Einfluesse, bis hin zu tranceartigen Rhythmen und Sprechgesang die moderne Tanzkultur. Ein Trend lässt sich zur sogenannten Weltmusik verfolgen, ein Begriff, der für die Fusion und gegenseitige Beeinflussung ursprünglicher, vielfach ethnisch geprägter Musik - wie afroamerikanische Rhythmen oder der Bhangra – mit Tanz- und Volksmusik kreiert wurde.

Aus dem Blickwinkel des Tanzsports sind Merkmale definiert worden, welche zur Bestimmung der Qualität der jeweiligen Tanzmusik heranzuziehen sind. Eine Musik gilt bei deutlichem Rhythmus und einem sauber gespielten Tonbild als gute Tanzmusik. Ebenso sollte der Takt ein gleichbleibender, dem spezifischen Tanzschritt angemessener sein.

Für Laientänzer muss der Takt der Musik zudem gut hörbar sein. Im Gegensatz dazu verlangen erfahrene Tänzer oftmals eine Tanzmusik mit Modifikationen bezüglich des Taktes. Dadurch eröffnet sich ihnen die Möglichkeit, zur freieren und damit auch anspruchsvolleren Gestaltung der Tanzschritte.