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Tanzschuhe – Basis schöner ausdrucksvoller Tanzbewegungen

Gerade beim Tanzen ist der Schuh nicht nur schützende Hülle des Fusses, sondern auch modisches Accessoire. Er soll den Ausdruck und die Ästhetik der Tanzenden unterstreichen und zugleich sicheren Stand während der komplexen Bewegungsfolgen ermöglichen. Damit sind die Ansprüche an einen guten Tanzschuh recht gross.

Vor diesem Hintergrund führte die kulturelle Entwicklung des Tanzes auch zur Herausbildung einer besonderen Gruppe der Fussbekleidungen – der Tanzschuhe. Sie sind für den speziellen Gebrauch des Tanzens entwickelt worden. Im Gegensatz dazu ist Schuhwerk bei rituellen afrikanischen Barfuss-Tänzen der Naturvölker nicht üblich.

Ein besonderes Einsatzfeld für Tanzschuhe entstand im Rahmen der Musik. Es ist interessant, dass sich Tanzschuhe aufgrund ihrer Eigenschaften besonders zum Orgelspielen eignen. Der schmale Schnitt der Schuhe kombiniert mit der Anpassungsfähigkeit durch die flexible Materialverarbeitung prädestinieren Tanzschuhe für die Zwecke der Organisten. Sie erlauben Fusstechniken an den Pedalen der Orgel, welche mittels Strassenschuhwerk kaum umzusetzen sind.

Echte Tanzschuhe gibt es gegenwärtig nur für die Standardtänze und die lateinamerikanischen Tänze. Hinsichtlich der Fertigung der Tanzschuhe wird der Sohle eine herausragende Rolle beigemessen. Entsprechend der hohen Belastung in den verschiedenen Tanzpositionen muss deren Material belastbar und flexibel sein.

Profitänzer legen grossen Wert auf eine Schuhsohle, welche zugleich glatt und rauh erscheint. Das ist kein Widerspruch, sondern diese Anforderung beruht auf Erfahrungswerten. Nur mit optimaler Besohlung der Tanzschuhe ist Eleganz auf dem Tanzparkett erreichbar.

Noch immer wird in der Ledersohle die optimale Tanzschuhgrundfläche gesehen. Sie ist haltbar, griffig, weist einen geringen Abrieb auf und entwickelt in den erforderlichen Bereichen eine glatte Oberflächenstruktur. Bei zu grosser Abnutzung kann man mit einer Spezialbürste die Lederfasern der glatt geschliffenen Bereiche wieder rauher strukturieren.

Ausgehend von den besonderen Anforderung der Tanzbewegungen entstehen auch patentierte Lösungen für Tanzschuhe. Beispielhaft sei der Popsänger Michael Jackson genannt. Seine als ''Lean'' bekannten Tanzbewegungen erforderten die Herstellung von Spezialschuhen, welche unter Patentschutz stehen. Stepptanz erfordert weiterhin besondere Schuhe, die sogenannten Steppschuhe. Dabei handelt es sich um Halbschuhe mit Beschlägen aus Metall, Holz oder Fiberglas, so dass bei den Tanzschritten die typischen klackenden Geräusche erzeugt werden. Besondere Formen der Tanzschuhe sind auch für den Spitzentanz des Balletts sowie für die akrobatischen Tanzformen entwickelt worden.

Neben der Sohle ist vor allem der Absatz für einen guten Tanzschuh wichtig. Er soll den Ansprüchen an einen guten Tanzschuh - Leichtigkeit, Belastbarkeit und Verformbarkeit - genügen. Darüber hinaus soll der Schuh dem aktuellen Zeitgeschmack entsprechen, damit modisch sein. Eine Ausnahme bildet in diesem Zusammenhang die Absatzgestaltung der Herrenschuhe. Gerade der Herrentanzschuh für den Lateintanz ist deutlich höher als der übliche Herrenhalbschuh. Erklärt wird dies damit, dass die höheren Absätze die Hüftbewegungen beim lateinamerikanische Tanz unterstützen sollen.

Schliesslich ist ein guter Tanzschuh mit einem weichen, aber stabilen Schaftmaterial ausgestattet. Meist besteht der Schuhschaft aus Leder, welches mit einem Innenleder- oder Satinfutter versehen ist.

Während bei den Standardtänzen hochhackigen Pumps der Damen und schwarze Halbschuhe der Herren zum Einsatz gelangen, tragen Herren bei den lateinamerikanischen Tänzen schwarzes oder farbiges Schuhwerk mit höheren Absätzen. Die Damen tanzen dabei zumeist in Sandaletten, welche farbig passend zur Farbe der Tanzkleidung gewählt werden.