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Struktur der Tanzverbände – Voraussetzung weltweiter Kooperation

Zwei Spitzenverbände bestimmen das strukturelle und organisatorische Erscheinungsbild im Bereich des Sporttanzes. Das ist einerseits die International Dance Sport Federation (IDSF) sowie das World Dance Council (WDC). Die Kooperation beider Verbände ist durch eine jahrelange Zusammenarbeit geprägt.

Beim WDC handelt es sich um eine britische Aktiengesellschaft, welche im Jahre 1950 im schottischen Edinburgh von professionellen Tänzern aus zwölf Staaten gegründet worden ist. Das WDC trägt die internationale Schirmherrschaft für das Tanzen in all seinen Formen, insbesondere auch als Freizeitvergnügen. Es umfasst zwei Sektionen – das Welt-Tanzsport-Komitee sowie das Welt-Gesellschaftstanz-Komitee. Das Welt-Tanzsport-Komitee tritt auf als Verwalter der Register Wertungsrichter, der internationalen Mitgliedsverbände sowie professionellen Tanzsportler. Zu deren deutschsprachigen Mitgliedern zählen der Deutsche Professional Tanzsportverband, der Professional Tanzsport Verband Österreichs sowie der Schweizer Tanzsport Verband. Das Welt-Tanzsport-Komitee gibt aber auch die Konditionen zu den Wettkämpfen und den Titel und Trainerausbildungsanforderungen vor. Ferner erfolgt die Vergabe der Tanzsportweltmeisterschaften an nationale Verbände durch das Welt-Transport-Komitee.

Das Welt-Gesellschaftstanz-Komitee widmet sich vorrangig dem Amateurtanzsport und dem Hobbytanzen. Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband, der Verband der Tanzlehrer Österreichs sowie der Schweizer Verband Swiss Dance sind deutschsprachige Mitglieder dieser Organisation. Das Welt-Gesellschaftstanz-Komitee ist Impulsgeber der nationalen und internationalen Kooperation von Tanzschul- und Tanzlehrerverbänden. Durch dieses Gremium werden die Richtlinien für Tanzlehrerausbildungen und Amateurturniere erstellt. Ferner erfolgt durch das Welt-Gesellschaftstanz-Komitee die Wahl eines internationalen Tanzes des Jahres.

Der IDSF vertritt den Tanzsport als anerkannte Sportart und ist bestrebt, das Tanzen als olympische Disziplin zu etablieren. Dieses Gremium war bis zum Jahre 2006 vor allem im Bereich der Amateure tätig und hatte bis dahin keine Weltmeisterschaft ausgeschrieben. Sollte es zur Umsetzung der geplanten Profi-Weltmeisterschaften des IDSF kommen, entstünde damit die Situation, dass zwei Weltmeister pro Jahr gekürt werden - der Weltmeister nach den Regelungen der IDSF sowie der Weltmeister nach den Regularien des WDC. Der Ausgang dieser offenen Konkurrenzsituation bleibt abzuwarten. Es gilt jedoch anzumerken, dass die Position des IDSF dadurch gestärkt wurde, dass es vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt wird.

In Deutschland ist der Allgemeine Deutscher Tanzlehrerverband e. V. (ADTV) mit Sitz in Hamburg die größte Dachorganisation von Tanzlehrern und Tanzschulen. Diese Organisation wurde im Jahre 1921 in Halle/Saale gegründet. Sein Mitgliedsbereich umfasst über achthundert Tanzschulen mit tausenden Tanzlehrern. Der ADTV erwirtschaftet keine Gewinne und sichert das Bestehen aufgrund von Mitgliedsbeiträgen und öffentlichen Zuschüssen. Diese Organisation unterliegt einer Regionalgliederung in sieben Regionalverbände, wobei diese regionalen Tanzverbände auch mehrere Bundesländer umfassen. Repräsentiert wird der ADTV vom geschäftsführenden Präsidium. In diesem Gremium sind der Präsident, der Vizepräsident, der Schatzmeister sowie der Leiter der Tanzlehrer-Akademie tätig. In der Erreichung der staatlichen Akzeptanz des Berufsbildes eines Tanzlehrers besteht ein Hauptziel der Arbeit des ADTV.

Gegenpol des ADTV ist der Berufsverband deutscher Tanzlehrer e.V. (BDT), welcher im Jahre 1991 entstand. Dem BDT gehören rund einhundertzwanzig Tanzschulen an sowie weitere Tanzlehrer aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich. Im Rahmen des BDT werden vor allem unabhängige Turnierangebote gestaltet. Ein grosser Erfolg für den Amateurtanzsport gelang dem BDT mit der Gründung des Deutschen Amateur Turnieramtes (DAT).